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Hier der → Link zu einem sehr lesenswerten und amüsanten Artikel über den deutschen Schlager:

Der deutsche Schlager...
eine Reise durch den Schmalz

von Volker Panzer

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Einige Zitate daraus:

»Es ist [beim Schlager] wie bei einem Virus. Man mag ihn nicht. Er lässt sich aber auch nicht vermeiden.«

»Der Schlager ist eine Zeitmaschine: Erst wird er nicht wahrgenommen, dann wird er ein Ohrwurm und schließlich ein Jungbrunnen.«

»Schlagerfan zu sein ist etwas sehr Elitäres, mindestens so elitär wie bekennender Free-Jazz-Fan [...] Der Schlagerfan muss das Spießrutenlaufen der Schlagerhasser – und das ist die Mehrheit – durchlaufen.«

»Schlager haben Heilkraft.«

Aktuelle Pressestimmen


aus der Stadtteilzeitung Schöneberg

Foto StadtteilzeitungFoto Stadtteilzeitung

„Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus“

von Hartmut Ulrich

Und da sind die Matrosen nach „zweijähriger Kahnfahrt“ in den Berliner Gewässern wieder hier im Hause in Friedenau. Sie gehen erneut vor Anker im „Kulturcafé“. Die ehrenamtlich betreute Veranstaltungsreihe hat in den letzten Jahren viele interessante „Kultur-Kähne“ mit großem Erfolg in seinen Hafen einlaufen lassen. Wir freuen uns auf die vier Süßwassermatrosen mit einem neuen Matrosen auf dem Kahn der „Falschen Fuffziger“. ( www.falsche-fuffziger-berlin.de)

Wie immer spielen sie ihre klassischen Schlager der fuffziger und sechziger Jahre zum gemeinsamen Mitsingen für alle Junggebliebenen, Neugierigen und Mutigen. Man muss die Texte nicht können, denn Leihliederbücher werden mitgebracht. Freddy, Siw Malmkvist, Peter Kraus, Conny Froboess, Udo Jürgens und viele andere werden wieder lebendig. Das Publikum schlägt die Lieder vor, und alle singen fröhlich und lautstark mit. Vielleicht macht‘s auch mal „KNALL-PENG“; aber mehr wird nicht verraten. Mitsingen und beschwingt nach Hause gehen, das isset!

Sa. 17.02.2018, 19- 21.30 Uhr
Nachbarschaftshaus Friedenau
Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin
Eintritt: 7 Euro


aus dem Tagesspiegel

Im verlassenen Spreepark werden am Sonnabend Schlager gespielt

von Tatjana Kennedy

Der Verein Kulturspreepark will das alte Freizeitparkgelände im Plänterwald wiederbeleben. Am Sonnabend gibt es dafür die Schlager der Falschen Fuffziger - und die Aufforderung zum Mitsingen. Capri liegt am RiesenradCapri liegt am Riesenrad

Capri liegt am Riesenrad. - Foto: picture alliance / dpa

Hier können sie wenigstens mal richtig laut sein. Denn hier, unter dem kaputten Riesenrad im verlassenen Freizeitpark im Norden des Plänterwaldes, stören sie wirklich niemanden. Der Verein Kulturspreepark organisiert seit Sommerbeginn Konzerte und Theaterstücke im Amphitheater beim Riesenrad des seit 2002 brachliegenden Geländes. Am Sonnabendnachmittag gehört diese Bühne den Falschen Fuffzigern. Sie werden mit Gesang versuchen, die sonst hier herrschende, triste Stille zwischen umgekippten Dinosaurierfiguren und von Moos bedeckten Achterbahnen zu durchbrechen. „Wir spielen so richtig schöne deutsche Schlager, die jeder kennt“, sagt Volker Schütte und stimmt gleich die Ohrwurmmelodien von „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ an.

Rockmusiker mit neuer Passion

Der 68-Jährige ist der Sänger und Gitarrist der vierköpfigen Truppe, die alle Zuschauer – das Amphitheater bietet 199 Plätze – zum Mitsingen und Mitlachen animieren möchte. „Bei uns sind die Besucher Teil der Show, wir binden alle in unsere kleinen Aktionen und Scherze ein“, sagt Schütte, dessen Band seit rund acht Jahren besteht. „Wir sind eigentlich alles passionierte Rockmusiker“, gesteht er lachend. „Früher hätte ich mir eher die Hand abgehackt, als Schlager zu spielen.“ Mittlerweile hätte er aber erkannt, dass Schlagertexte „gar nicht so primitiv“ seien. Und wahrscheinlich, dass man damit im Zweifel mehr Geld verdienen kann. Mit der Wahl des mystischen Ortes, der sonst für Besucher verschlossen ist, verbinden die Bandmitglieder noch eine andere Hoffnung: Dass neben den gewohnten, eher graumelierten Schlagerfans auch jüngere Leute und solche, die sonst keinen deutschsprachigen Pop mögen – „mitsingen, oder besser, mitgrölen“, sagt Schütte, der eigentlich Berufsschullehrer im Ruhestand ist. „Bisher waren alle begeistert, selbst manch mitgebrachter skeptischer Ehemann, der Schlager hasst, wurde bekehrt“, behauptet er. Zudem liegt für jene, die sich abgesehen von Melodie und Kehrvers partout nicht an den Rest des Liedes erinnern, ein Liederbuch mit den Schlagertexten bereit.

Mühevolle Restaurationsarbeiten

Dass die Band, die aus einer Bassgitarristin, einem Cellisten und einem weiteren Gitarristen, neben Schütte, besteht, gerade im berühmt, aber auch berüchtigten Vergnügungspark spielen wird, hängt auch mit Schüttes Kontakt zum Verein Kulturspreepark zusammen. Katharina Becker, die für das Kulturmanagement des Vereins zuständig ist, kennt den Gitarristen schon lange. „Ich schätze die Band sehr, und gerade Schlager hat uns als Farbe in unserer Palette an Veranstaltungen noch gefehlt“, sagt Becker. Die 47-Jährige leitet den Verein, der seit November vergangenen Jahres das Gelände angemietet hat. „Wir wollen hier wieder Leben reinbringen“, erklärt sie und berichtet von mühevollen Restaurationsarbeiten. „Allein die Bänke des Amphitheaters, in dem früher Stuntshows gezeigt wurden, waren über und über mit Gras bewachsen, selbst jetzt ist noch ein großer Teil unbenutzbar“, sagt sie. Becker betont, dass auch der Rest der alten Anlage, die1969 als Kulturpark Plänterwald eröffnet wurde, gefährlich sei und nicht begehbar. „Da liegen rostige Gegenstände, und in Teilen ist auch der Boden kontaminiert“, warnt sie. Der kleine Weg, der am Samstag zur Show führt, wird an beiden Seiten mit Flatterband abgegrenzt, „damit sich niemand verirrt“.

Verboten gut, der Spreepark zieht viele magisch an

Vor allem bei jungen Leuten ist der mystisch erscheinende Park, der früher als einziger Freizeitpark der DDR jährlich um die 1,7 Millionen Gäste anzog, ein beliebtes Ausflugsziel – auch weil der Eintritt strengstens verboten ist. Rund um die Uhr patrouillieren Wachleute mit Hunden. Schütte sah auch schon Menschen über den Zaun steigen. „Angeblich setzen sich auch viele in die Gondeln des Riesenrades, dabei sind die sehr fragil und gefährlich.“ Damit das Riesenrad bei Wind nicht umkippt, hängt es frei, die Gondeln drehen sich noch. „Als hier vorige Woche das Kammerorchester Unter den Linden spielte, wurden die Musiker vom unheimlichen Quietschen des Rades richtig irritiert“, erzählt Becker. Beim Schlagernachmittag, der laut Schütte „lustigsten Gaudi überhaupt“, ist eine Ablenkung der Musiker nicht zu befürchten – dafür wird es viel zu laut sein.

Anmerkungen:

  1. Frieder spielt natürlich Geige und nicht Cello. Außerdem ist er kein Rockmusiker, sondern macht Klezmer- und Balkanmusik.
  2. In der Printausgabe des Artikels ist übrigens zusätzlich dieses Foto von uns abgedruckt:

Foto: Andreas KrauseFoto: Andreas Krause


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